Die Betriebsschließungsversicherung:  Wegen Infektionsgefahr unverzichtbar


Ob Biergarten, Restaurant, Kantine oder Bäckerei: Wer Lebensmittel verarbeitet, ist gesetzlich zu hoher Sorgfalt und Sauberkeit verpflichtet. Doch selbst für den gründlichsten Betrieb stellen Keime und Verunreinigungen eine Gefahr dar.

Die Schließung Ihres Unternehmens kann nicht nur hohe finanzielle Einbußen bedeuten, sondern auch das Image Ihres Betriebes nachhaltig schädigen. Dabei genügt den Behörden im Zweifelsfall bereits ein plausibler Verdacht, um Ihr Unternehmen zu schließen und die eingelagerten Waren zu vernichten.

Wichtige Leistungen im Überblick:

  • Schäden durch Krankheiten und Krankheitserreger gemäß §§ 6/7 Infektionsschutzgesetz (IfSG) und nach dem ehemaligen Bundesseuchenschutzgesetz
  • Arbeitsunfähigkeit beschäftigter Personen bei ärztlichem Attest
  • Desinfektionskosten für Betriebsräume/Betriebseinrichtungen bis zur 6-fachen vereinbarten Tagesentschädigung
  • Werbekosten in Höhe der nachgewiesenen Aufwendungen
  • Entschädigungszahlungen bis zu einer Summe der vereinbarten Tagesentschädigung in einem Zeitraum von bis zu 60 Tagen
  • Schäden an Waren und Vorräten

 

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Kommt es zur Betriebsschließung sorgen auch die Lohnfortzahlungen für finanzielle Engpässe. Weitere laufende Kostenfaktoren, wie Pacht, Miete oder Steuern, können nicht zuletzt die Existenz Ihres Betriebes bedrohen.

Gegen dieses Risiko und die finanziellen Folgen schützt die Betriebsschließungsversicherung der Haftpflichtkasse. 

Beispiel:

Sämtliche Gäste einer Hochzeitsgesellschaft im Restaurant unseres Versicherungsnehmers erkrankten nach Einnahme des Hochzeitsessens. Bei einigen Erkrankten wurden Salmonellen (salmonella enteritidis) nachgewiesen. Das Gesundheitsamt und das Amt für Lebensmittelüberwachung überprüften wenige Tage nach der Hochzeitsfeier den Betrieb unseres Kunden, nahmen Lebensmittel- und Stuhlproben von Mitarbeitern. Aufgrund der Betriebsüberprüfung ordnete das Amt für Lebensmittelüberwachung die sofortige Schließung des Betriebes wegen des dringenden Verdachtes auf Lebensmittelvergiftungen und akute Gesundheitsgefahr an.
Diese behördliche Prüfung ergab auch, dass Mitarbeiter unseres Versicherungsnehmers Träger von Salmonellen waren. Bis zur erneuten Abnahme und Freigabe des Betriebes im Rahmen der behördlichen Nachkontrolle blieb der Betrieb sechs Tage geschlossen.
Die Haftpflichtkasse hat in diesem Fall zusammen mit der vertraglich vereinbarten Tagesentschädigung für diesen Zeitraum einen Betrag in Höhe von rund 15.000 EUR gezahlt.

Deckungsübersicht 
Betriebsschließungsversicherung


Deckungsübersicht Betriebsschließungsversicherung wegen Infektionsgefahr

  •  
  • Allgemeine und besondere Betriebsrisiken
  • Arbeitsunfähigkeit beschäftigter Personen bei ärztlichem Attest
  • bis zur 6-fachen Tagesentschädigung
  • Desinfektionskosten für Betriebsräume/Betriebseinrichtungen
  • bis zur 6-fachen Tagesentschädigung
  • Ermittlungs- und Beobachtungskosten
  • Krankheiten und Krankheitserreger gemäß §§ 6/7 Infektionsschutzgesetz (IfSG)
  • Krankheiten aus dem ehemaligen Bundesseuchenschutzgesetz sind zusätzlich eingeschlossen
    • Keuchhusten
    • Pocken
    • Rotz
    • Scharlach
    • Tetanus
    • Trachom
    • Zytomegalie
  • bis zur 30-fachen Tagesentschädigung
  • Lohnkosten bei Tätigkeitsverboten
    • der beschäftigten Personen
    • des Betriebsinhabers (für eine Ersatzkraft)
  • Selbstbehalte gemäß § 2 Ziffer 6 AVB-BS entfallen
  • Unterversicherungsverzicht
  • auf Anfrage
  • Verlängerung der Zahlungsdauer der Tagesentschädigung auf bis zu 60 Tage für lebensmittelverarbeitende Betriebe und Handelsbetriebe
  • bis zur 6-fachen Tagesentschädigung
  • Werbekosten in Höhe der nachgewiesenen Aufwendungen
  •  
  • Waren und Vorräte
  • Beitragsfreie Mitversicherung bis 10.000 €
  • bis zu 10 % der Warenversicherungssumme
  • Brauchbarmachung
  • Desinfektionskosten
  • Fremdes Eigentum im Besitz des Versicherungsnehmers